Am 10.7.2020 wurde im großen Saal des Staatstheaters Augsburg im Martinipark ein Test zur aerogenen Desinfektion großer Räume durchgeführt. Ziel war eine nachweisbare Reduktion von Mikroorganismen mithilfe des nach Norm EN17272 geprüften Verfahrens der Firma BOGA GmbH.

Wirksamkeitsprüfungen für Desinfektionsverfahren erfolgen standardmäßig in einem dreistufigen Prozess in Prüflaboren, dem mit der Testung im Staatstheater Augsburg eine „Stufe 4“ unter Realbedingungen erstmals für große Räume wie Theater hinzugefügt wurde.

Der Nachweis erfolgte mittels sog. „Abklatschtests“, die vor und nach der ca. zweistündigen Vernebelung im geschlossenen Theaterraum durchgeführt wurden. Um eine noch klarere Aussage zum Testergebnis treffen zu können, wurden chemische und biologische Indikatoren gegen alle relevanten pathogenen Keim eingesetzt. „ Dadurch ist die möglichst präzise Beurteilung der Verfahrensqualität in hohem Maße gewährleistet“, bestätigte Hygienefachkraft Matthias Klar vor Ort.

Chemische Indikatoren reagieren durch schnell sichtbaren Farbumschlag und geben Auskunft über die Prozessqualität. Biologische Indikatoren mit unterschiedlichen Beladungen von Bakteriensporen erlauben eine quantitative Aussage über die Desinfektionsleistung. Da Bakteriensporen zu den am schwierigsten a abzutötenden Mikroorganismen gehören – Coronaviren sind vergleichsweise einfach zu entfernen – gelten sie als besonders geeignet, die Wirksamkeit von Desinfektionsmethoden zu überprüfen.

Das Ergebnis übertraf die Erwartungen:
Alle biologischen Indikatoren der Klasse LOG-4 waren positiv, darüber hinaus wurden – fast schon überraschend – auch alle Indikatoren der Klasse LOG-5 erreicht, was einer Reduktion von 99,999% entspricht.

An 18 von 20 Stellen in der Spielstätte konnte sogar die höchste Stufe der eingesetzten biologischen Indikatoren LOG-6 positiv getestet werden – eine Reduktion von 99,9999% und ein Ergebnis, das sogar in Kliniken ein hervorragendes Resultat wäre.

Mit einem so guten Ergebnis hatten selbst Fachleute nicht gerechnet. Für den Virologen und Mikrobiologen PD Dr. Friedrich von Rheinbaben, der das Testgutachten erstellte, ist die Technologie der Ultraschallvernebelung in Verbindung mit dem eingesetzten Wirkstoff ein richtiger Quantensprung – auch außerhalb des Gesundheitswesens.

„Ich begleite dieses Verfahren seit fast 3 Jahren im Labor, es ist eines der besten, das ich je getestet habe. Wenn man für große Räume ein allgemeingültiges Hygienekonzept erstellen wollte, ist ein ausschlaggebender Faktor ganz sicher die konstante Reduktion von Keimen auf  sämtlichen Kontaktflächen. Die Ergebnisse des Tests und die Prüfung nach EN17272 beweisen, dass man mit diesem Verfahren nachweislich auch Corona- und sogar Noroviren beseitigen kann.“

PD Dr.rer.nat.Dr.med.habil. Friedrich von Rheinbaben

PRAXISTEXT AM STAATSTHEATER AUGSBURG

Am 10.7.2020 wurde im großen Saal des Staatstheaters Augsburg im Martinipark ein Test zur aerogenen Desinfektion großer Räume durchgeführt. Ziel war eine nachweisbare Reduktion von Mikroorganismen mithilfe des nach Norm EN17272 geprüften Verfahrens der Firma BOGA GmbH.

Wirksamkeitsprüfungen für Desinfektionsverfahren erfolgen standardmäßig in einem dreistufigen Prozess in Prüflaboren, dem mit der Testung im Staatstheater Augsburg eine „Stufe 4“ unter Realbedingungen erstmals für große Räume wie Theater hinzugefügt wurde.

Der Nachweis erfolgte mittels sog. „Abklatschtests“, die vor und nach der ca. zweistündigen Vernebelung im geschlossenen Theaterraum durchgeführt wurden. Um E eine noch klarere Aussage zum Testergebnis treffen zu können, wurden chemische und biologische Indikatoren gegen alle relevanten pathogenen Keim eingesetzt. „ Dadurch ist die möglichst präzise Beurteilung der Verfahrensqualität in hohem Maße gewährleistet“, bestätigte Hygienefachkraft Matthias Klar vor Ort.

Chemische Indikatoren reagieren durch schnell sichtbaren Farbumschlag und geben Auskunft über die Prozessqualität. Biologische Indikatoren mit unterschiedlichen Beladungen von Bakteriensporen erlauben eine quantitative Aussage über die Desinfektionsleistung. Da Bakteriensporen zu den am schwierigsten a abzutötenden Mikroorganismen gehören – Coronaviren sind vergleichsweise einfach zu entfernen – gelten sie als besonders geeignet, die Wirksamkeit von Desinfektionsmethoden zu überprüfen.

Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Alle biologischen Indikatoren der Klasse LOG-4 waren positiv, darüber hinaus wurden – fast schon überraschend – auch alle Indikatoren der Klasse LOG-5 erreicht, was einer Reduktion von 99,999% entspricht.

An 18 von 20 Stellen in der Spielstätte konnte sogar die höchste Stufe der eingesetzten biologischen Indikatoren LOG-6 positiv getestet werden – eine Reduktion von 99,9999% und ein Ergebnis, das sogar in Kliniken ein hervorragendes Resultat wäre.

Mit einem so guten Ergebnis hatten selbst Fachleute nicht gerechnet. Für den Virologen und Mikrobiologen PD Dr. Friedrich von Rheinbaben, der das Testgutachten erstellte, ist die Technologie der Ultraschallvernebelung in Verbindung mit dem eingesetzten Wirkstoff ein richtiger Quantensprung – auch außerhalb des Gesundheitswesens.

„Ich begleite dieses Verfahren seit fast 3 Jahren im Labor, es ist eines der besten, das ich je getestet habe. Wenn man für große Räume ein allgemeingültiges Hygienekonzept erstellen wollte, ist ein ausschlaggebender Faktor ganz sicher die konstante Reduktion von Keimen auf  sämtlichen Kontaktflächen. Die Ergebnisse des Tests und die Prüfung nach EN17272 beweisen, dass man mit diesem Verfahren nachweislich auch Corona- und sogar Noroviren beseitigen kann.“